Wir ruckeln mit dem Baustellenaufzug hoch aufs Dach des alten Kohlebunkers im Gelsenkirchener Nordsternpark. Der Wind pfeift uns um die Ohren. Schnell wird klar: Der Bunker ist gewaltig und könnte die Herzkammer der IGA werden.


Eine Landmarke am Kanal ist der Bau der ehemaligen Zeche Nordstern schon immer. Endgültig stillgelegt wurde die Zeche 1993. Die Sanierung des Bunkers wird einen großen Teil des Budgets für den Zukunftsgarten Gelsenkirchen verschlingen. Stilecht erreicht man den Bunker über eine aufwendig sanierte Bandbrücke. Wie in Duisburg und Dortmund ist die IGA auch in Gelsenkirchen Teil der Stadterneuerung.

Im Inneren des historischen Kohlebunkers
Im Sinterbereich des Kohlebunker entsteht ein Restaurant

Von hier oben wird deutlich: Die rote Bogenbrücke und das Amphitheater der Bundesgartenschau 1997 waren nur der Auftakt. Die sogenannte Emscherinsel zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher hat Potenzial. Auf rund 28 Hektar findet hier ab April 2027 die IGA statt.


Ein Blick ins Innere des Bunkers: Gut vorstellbar, wie unter den historischen Trichtern ein Restaurant entsteht und darüber eine Rooftop-Bar. Rund um den Bunker sind die Flächen für die Staudenbeete noch kahl. Aber das Wendebecken mit Flaniermeile direkt am Kanal ist nach gewaltigem Erdaushub schon zu erkennen.

Das Wendebecken am Rhein-Herne-Kanal wurde von der IGA neu gestaltet.
Der Zugang zum Rhein-Herne-Kanal: Das Wendebecken wird für die IGA neu gestaltet

Der Zukunftsgarten Gelsenkirchen setzt ganz aufs Wassererlebnis. Über die Radtrasse am Kanal dürfte er Ausflügler aus Essen und Dortmund anlocken. Am 23. April 2027 soll es losgehen – mit betörenden Blumen, neuen Bäumen und viel Programm.


Wenige Tage nach unserem Besuch ist auf der Baustelle am Kohlebunker ein Bauarbeiter bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Die Ursache wird noch untersucht. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Kollegen.