Fünfmal so groß wie das Fürstentum Monaco, rund 13.000 Beschäftigte und zwölf Millionen Tonnen Stahl pro Jahr: Am Samstag, dem 24. Januar, haben 25 Journalistinnen und Journalisten der DJV-Ortsvereine Duisburg und Essen-Mülheim-Oberhausen (EMO) Europas größten Stahlstandort in Duisburg-Bruckhausen besucht. Zahlen, die man erst wirklich begreift, wenn man mit dem Bus über das endlose Werksgelände von thyssenkrupp Steel rollt.

Pressesprecher Mark Stagge hatte sich an diesem Samstag extra Zeit genommen, die Gruppe persönlich zu führen und Fragen zum Konzern zu beantworten. Und davon gab es reichlich. Erste Station: der Hochofen. Wer einmal erlebt hat, mit welcher Wucht und Hitze aus Erz und Koks flüssiges Roheisen wird, vergisst das nicht so schnell. Danach ging es ins Walzwerk, wo glühende Stahlbrammen bei über 1.000 Grad zu dünnen Blechen geformt werden – ein Prozess, bei dem man unwillkürlich einen Schritt zurücktritt.
Neues Warmbandwerk wegen Großbrand nicht zu besichtigen
Was diesmal nicht auf dem Programm stand: das neue Warmbandwerk 4 (WBW 4). Die Anlage ist das Kernstück einer 800-Millionen-Euro-Investition und gehört zu den modernsten in Europa. Allerdings hatte ein Großbrand im Oktober 2025, ausgelöst durch eine Verpuffung im Ofenbereich, Teile der Anlage beschädigt. thyssenkrupp Steel hat der Gruppe aber angeboten, im Herbst wiederzukommen – dann mit WBW 4 auf der Route.

Der Besuch war die erste gemeinsame Veranstaltung der beiden Ortsvereine in dieser Form. Da die Resonanz so gut war, wollen DJV Duisburg und DJV EMO künftig öfter zusammen Programm machen. Die Idee dahinter ist einfach: Gemeinsam lässt sich eine größere und abwechslungsreichere Auswahl an Veranstaltungen auf die Beine stellen, als es ein einzelner Ortsverein könnte. Der Anfang bei glühendem Stahl war jedenfalls vielversprechend.